100 Jahre Roter Oktober im Zeichen der Einheit !

Rundbrief "Kommunistische Initiative Gera" August 3 / 2016

100 Jahre Roter Oktober im Zeichen der Einheit ! Gelingen der gemeinsamen politischen Würdigung noch nicht sicher

Liebe Genossinnen und Genossen,
In den letzten Monaten gab es Rückmeldungen durch unsere Unterstützer,  dass die Weichen zur Einheit gestellt sind – in allen marxistisch-leninistischen Organisationen – und solchen mit deutlichen Spuren davon. Damit sind alle Kräfte gemeint, die Lenin in  der Frage des Zirkelwesens verstanden haben und bereit sind, dieser Linie zu folgen.  Hier sind also die wirklich auf Klassenbewegung gerichteten Kräfte und Bewegungen gemeint; nicht die formale Einheit durch ein momentanes Parteibuch. Keine der aktuellen Parteien ist in der deutschen Arbeiterklasse verankert.  Die Weichen zur Einheit sind gestellt – weil die Schärfe des Klassenkampfes spürbar zunimmt, weil die Herausforderungen unausweichlich werden und weil das bürgerlich-demokratische Theater an seiner Grenzen stößt – weil die Lage immer drängender eine wirksame Klassenbewegung erfordert.

Die klassenmäßige Einheit von Marxisten-Leninisten über alle Organisationsgrenzen hinweg; zur neuen Organisiertheit: Wenn man klassenmäßig weiter kommen will, geht es nur noch  so. Das Bewusstsein dafür wächst. Damit ist aber noch nichts darüber gesagt, in welchem Tempo die Einheit der revolutionären marxistisch-leninistischen Kräfte gelingt (und ob sie überhaupt gelingt).

Diese Einheit entsteht aus der Dynamik der Klassenkämpfe selbst. Wer bewusst daran betei-
ligt ist, kann sich nur auf der einen oder eben der anderen Seite der Barrikade wiederfinden. Die bewusstesten Kräfte, denen der wirkliche Klassenkampf höher steht als Formalien und  ein formales Parteibuch, haben sich für die gemeinsame kämpferische Ehrung der Oktoberrevolution im Jahr 2017 bekannt.

Bestandteil dieser politischen Veranstaltung soll unserer Auffassung nach eine gemeinsame  (möglichst kurze) Erklärung aller teilnehmenden Kräfte im Sinne der klassenmäßigen Einheit  sein, sowie eine gemeinsame Publikation in Buch oder Broschürenform, in der jede Vertretung ihre Sicht beschreibt. Dafür besteht weitgehend über alle Organisationsgrenzen hinaus  Verständnis und Bereitschaft.

Dennoch ist das Tellerrand-Denken nicht überwunden. Noch immer gibt es bürgerliche Dominanz- und Vereinnahmungs-Tendenzen einzelner Organisationen und innerhalb dieser.

Teilweise herrschen egoistisches Macht- und Einflussdenken. Im Gegenzug zur oben bezeichneten Phase werden formalistische und zentristische Einflüsse stärker, die es sich mit  niemandem – nach keiner Seite hin – verderben wollen. Gerade durch die Einheitsbewegung  werden auch Kräfte wirksam, die klassenmäßig eher desorientieren als organisieren. Diese und die Genossen um sie herum brauchen unsere verstärkte Aufklärung zur Dominanz der Klassenfrage über sekundäres Zirkelwesen, um ihren Platz an unserer Seite, in der gemeinsamen Klassenfront zu finden.

Bitte fragt selbst in all Euren Strukturen nach dem Einheitssignal 2017 – nach der klaren Bekundung für die Klasseneinheit im Zeichen von ‚100 Jahre Roter Oktober’.

Der Grundsatz jetzt kann nur heißen: Spaltung der Marxisten-Leninisten in mehrere Organisationen ist Klassenspaltung.

Im Zusammenhang mit verschiedenen Treffen entstand auch ein gemeinsames aktuelles Papier „August-Memo“, in das Hinweise bislang unterschiedlich organisierter Genossinnen und Genossen eingeflossen sind. Wir übergeben dies für Eure Ergänzungen und Anmerkungen (Rücklauf an uns) – und zur offenen Verwendung gegenüber den Verfechtern des Zirkelwesens.

Wir haben uns entschlossen, diesen Rundbrief noch vor dem nächsten Koordinierungskreis-Treffen am 1. Oktober zu verteilen, um an die beiden Großdemos zu erinnern: am 17. September gegen TTIP und CETA in Berlin, Köln, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart,  München, und am 8. Oktober gegen den (imperialistischen) Krieg.

13. September 2016
Organisationskomitee     "Kommunstisiche Initiative Gera)

Emailkontakt: kigera2010-kig@yahoo.de

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