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Festschrift 70. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik – DDR

Wir, einige Mitglieder der DKP in Sachsen Anhalt, haben aus Anlass des 70. Jahrestages der DDR eine Festschrift verfasst.

- Der Inhalt siehe http://www.kverlagundmultimedia.de/Broschuere70%20JahrestagDDRVorankuendigung.pdf

- Erscheinungsdatum 1. September 2019 -

Die erste Auflage unserer Festschrift ist vollständig vergriffen. Wir bedanken uns bei allen Interessenten. Wir werden die Broschüre als PDF Datei überarbeiten. 
Wir wünschen allen einen kämpferischen Tag der Republik. 

Herausgeberkollektiv

DKP Halle Merseburg

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06040 Halle

Konto

Deutsche Kommunistische Partei-Region Halle; Sparkasse Halle,

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Der Tag der Republik – 7.Oktober

Am 7.Oktober 2019 wäre die DDR 70 Jahre geworden. Die Konfrontation zwischen der Bourgeoisie und uns, der Arbeiterklasse, im Jahre 1989 /90 konnten die Kapitalisten für sich entscheiden.

Die DDR, der Arbeiter – und Bauernstaat mit dem Sozialismus als Gesellschaftssystem, ist nicht Vergangenheit, sondern hoch aktuell. Die 30 Jahre, die wir unter der imperialistischen Besatzungsmacht – BRD – zu leben hatten, haben dies eindeutig bewiesen. Tagtäglich werden die Errungenschaften des Sozialismus spürbar, besser gesagt deren Fehlen.

40 Jahre Frieden zwischen den Staaten in Europa. Die längste Friedensperiode ist überwiegend das Verdienst der sozialistischen Staatengemeinschaft. Nicht Luftballons und Friedenstauben, sondern die Fähigkeit der Soldatinnen und Soldaten der Armeen der sozialistischen Staatengemeinschaft, den Imperialisten jederzeit einen militärisch tödlichen Schlag versetzen zu können, haben den Aggressionsgelüsten der bürgerlichen Klasse Grenzen gesetzt.

Die sogenannten sozialen Fragen waren als strukturelles Problem gelöst. Das heißt nicht, daß es in den sozialistischen Staaten nicht soziale Härten, ja sogar Armut, gegeben hätte. Aber die Grundbedürfnisse wie Essen, Wohnen, Kleidung und Gesundheitsversorgung konnten so befriedigt werden, daß sie nicht mehr existentiell waren. Als strukturelles Problem gelöst heißt, daß die „sozialen Leistungen“ nicht vom Wohlwollen der kommunistischen Parteien oder vom Willen des einzelnen abhängig, sondern durch das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln bedingt waren.

Die Produktion im Sozialismus war vorrangig auf den Gebrauchswert orientiert. Ihr Ziel bestand in der Befriedigung der Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Gegensatz zum Kapitalismus, in dem die Produktion dem Profit der Kapitalisten dient.

Auf der Grundlage des gesellschaftlichen Eigentums in Form des staatlichen, genossenschaftlichen und persönlichen Eigentums an Produktionsmitteln bildeten sich neue soziale Beziehungen zwischen den Menschen heraus. Das im Gegensatz zur bürgerlichen Gesellschaft, die „kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen (hat) als das nackte Interesse, als die gefühllose 'bare Zahlung'„. (Kommunistisches Manifest )

In unserer Festschrift haben wir sowohl Texte aus Publikationen der DDR als auch Eigene zusammengestellt. Zum einen geht es um die historische und theoretische Einordnung und zum anderen wollen wir ein differenziertes Bild von der DDR, dem Sozialismus und der Politik unserer Partei, der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschland), vermitteln. Daß die Wirklichkeit im Sozialismus in dem einen oder anderen Text stark idealisiert dargestellt ist, ändert nichts an der Tatsache, daß auch in ihnen die Tendenz realer Entwicklungen zum Ausdruck kommen.

Der Sozialismus in den verschiedensten Ländern beinhaltet sowohl einen umfangreichen Erfahrungsschatz im Kampf gegen den Kapitalismus als auch beim Aufbau der neuen Gesellschaft.

Mit der Broschüre wollen wir insbesondere junge Menschen ermutigen, den Kampf gegen die bürgerliche Klasse und den Imperialismus zu führen. Ebenso wollen wir dazu anregen, unsere Erfahrungen der SED, in der Theorie, Ökonomie, Kultur und dem Militär dafür zu nutzen. Daß dies nur in einer gemeinsamen, für uns politisch verantwortliche Kommunisten und Kommunistinnen hin und wieder schmerzhaften „Negation der Negation“ erfolgen kann, ist uns bewusst.

Unser Genosse und Freund, der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands, Genosse Dieter Rolle ist am 28.07.2019 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren verstorben.

Sein ganzes Leben, bis zu seinem letzten Atemzug, hat er für den Erhalt des Friedens und den Aufbau des Sozialismus gekämpft.

Bereits als junger Mensch war er in der DDR erst als FDJ-Sekretär und dann als 2. Sekretär in der SED-Kreisleitung Zeitz tätig. Nach der Konterrevolution vertrat er die Interessen der DDR-Bevölkerung, insbesondere der Arbeiterklasse, im Sprecherrat der KPF der PDS. 1993 trat er in die wieder gegründete Kommunistische Partei Deutschlands ein. Hier hatte er seine politische Heimat gefunden. Bald wurde er Vorsitzender der RO

Zeitz der KPD, die er zuvor ins Leben gerufen hatte. 1996 wurde Genosse Rolle Mitglied des ZK und des Sekretariats. Bedingt durch seine unermüdliche Tätigkeit für die Aufgaben der Partei und seine unerschütterliche Überzeugung, dass der Sozialismus die einzig richtige Gesellschaftsordnung für die Arbeiterklasse ist, wurde er 2003 zum Vorsitzenden unserer Partei gewählt. Diese Funktion übte er bis zu seiner Erkrankung 2013 aus.

Aber auch danach brachte er sich in der Redaktion der DRF ein. Obwohl es ihm oft schwer fiel, bereicherte er die Zeitung mit seinen Beiträgen und seiner politischen Erfahrung.

Dieter, du hinterlässt eine große Lücke in den Reihen der Partei, die schwer zu schließen ist.

Unser ganzes Mitgefühl gehört seiner Frau und seinen Kindern. Wir fühlen uns mit ihnen verbunden in unserem großen gemeinsamen Schmerz um den Verlust des Ehemannes, des liebevollen Vaters, unseres Genossen und Freundes.

Liebe Karin, wir, deine Genossen, werden immer an deiner Seite stehen.

Genossen des ZK der KPD, der LO Sachsen Anhalt, der Ro Zeitz und der Redaktion der DRF

Kranführerin in Kran ADN-ZB / Thieme 31.3.81 / Bez. Karl-Marx-Stadt: Sie fühlt sich wohl auf ihrem Kran, Carmen Seidel aus dem Plattenwerk Zwickau - Delegierte zum X. Parteitag der SED. 25 Jahre jung ist die sympatische Frau aus der Häuserfabrik, ... Nach der Schule hatte sie einen Beruf an der Nähmaschine gelernt. Sie lernte einen zweiten, stieg um auf Baumaschinen und hilft nun mit Häuser zu bauen.

siehe auch: Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau

Die DKP tritt zur EU-Wahl 2019 an. Um an der Wahl teilnehmen zu können, brauchen wir 4 000 Unterstützerunterschriften, um vom Bundeswahlleiter zur Wahl zugelassen zu werden. Wenn du die DKP dabei unterstützen willst, dann unterschreibe selber und sammele bei deinen Kollegen, Freunden und Familienangehörigen. 

Deine Unterschrift besagt nur, dass du dafür bist, dass die DKP zur EU-Wahl 2019 antreten darf. Du verpflichtest dich zu nichts, weder uns dann am Wahltag zu wählen (worüber wir uns aber freuen würden) oder gegenüber der DKP in irgendeiner Form.

Du kannst das Unterschriftenblatt hier herunterladen. Drucke es aus, fülle es korrekt aus, unterschreibe es und schick es dann an DKP-Parteivorstand, Hoffnungstraße 18, 45127 Essen.

Datenschutz: Wir weisen darauf hin, dass die Information zum Datenschutz als Rückseite Bestandteil des jeweiligen Formblatts ist und den Unterschreibenden zur Kenntnis zu geben ist.

Wir rufen Euch auf, solidarisch – kritisch an den Kundgebungen des DGB in Sachsen Anhalt und an der Demonstration der DGB Jugend in Magdeburg – 1.05.2018, Domplatz, 9.3o Uhr - teilzunehmen. Gemeinsam wollen wir unsere Stimme des Klassenkampfes und unsere Stimme für die internationale Solidarität erheben.

Aufruf zum 1.Mai

1.Mai2018DKPLSA - als PDF

 

 

Offene Diskussion, gemeinsame Aktion
Pressemitteilung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

DKP will für Abrüstung aktiv werden, orientiert auf fortschrittliche Wende und bestätigt Vorsitzende

Die Delegierten des DKP-Parteitages haben am Wochenende beschlossen, dass die Partei im kommenden halben Jahr mit einer Kampagne den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ unterstützen wird. Sie wählten erneut Patrik Köbele zum Vorsitzenden. Mit ihrer Vorstellung einer Wende zu demokratischem und sozialem Fortschritt beschreiben die Kommunisten das Ziel, ein Ende der Offensive der Monopole zu erkämpfen.

 

 

Die Delegierten wählten Patrik Köbele, 56 Jahre alt, IT-Berater aus Essen, mit 85 % der Stimmen erneut zum Parteivorsitzenden. Wera Richter und Hans-Peter Brenner wurden mit 87 % bzw. 71 % als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Bei dem Parteitag, der vom 2. bis zum 4. März in Frankfurt am Main stattfand, waren 166 Delegierte mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren stimmberechtigt, 36 Prozent der Delegierten waren Frauen. Den Leitantrag des Parteivorstandes beschlossen die Delegierten bei 14 Gegenstimmen und 16 Enthaltungen.

Im kommenden halben Jahr will die DKP 30.000 Unterschriften unter den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ sammeln. Mit diesem Aufruf hatte sich im vergangenen November ein breiter Kreis von Persönlichkeiten gegen das Zwei-Prozent-Ziel der NATO zur Aufrüstung ihrer Mitgliedstaaten gewandt. Die DKP-Mitglieder planen, bei Aktionen der Friedensbewegung, in ihren Stadtteilen und an ihren Arbeitsplätzen Unterschriften unter diesen Aufruf zu sammeln. Bis zum Pressefest der DKP-Zeitung UZ, das vom 7. bis zum 9. September in Dortmund stattfinden wird, soll die Arbeit mit diesem Aufruf einen Schwerpunkt der Parteiarbeit bilden. „Wer Frieden will, muss gegen die NATO-Aufrüstung kämpfen. Das werden wir als Kommunisten in den nächsten Monaten mit zehntausenden Freunden und Kollegen diskutieren und sie um ihre Unterschrift bitten.“ Rainer Braun, der für die Kampagne „Abrüsten statt Aufrüsten“ ein Grußwort hielt, erinnerte daran, dass schon in den 80er Jahren der Beitrag der Kommunisten entscheidend für die Friedensbewegung war. Braun sagte, er hoffe, dass mit Beteiligung der DKP bis zum UZ-Pressefest im September 100.000 Unterschriften unter den Aufruf der Kampagne gesammelt werden könnten.

In der anhaltenden innerparteilichen Auseinandersetzung wollen die Delegierten es nicht länger hinnehmen, dass sich Mitglieder als besonderes  „Netzwerk kommunistische Politik“ innerhalb der Partei organisieren. Den umstrittenen Beschluss, dass es mit der Mitgliedschaft in der DKP nicht vereinbar sei, zu diesem Netzwerk zu gehören, fassten sie bei 42 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen.

Die Delegierten machten deutlich, dass mit den Beschlüssen die offene Diskussion über die Strategie der Partei nicht beendet ist. Die DKP sieht die politische Perspektive im Kampf für eine Wende zu demokratischem und sozialem Fortschritt, im Kampf dafür will sie alle Kräfte sammeln, deren Interessen im Widerspruch zur Offensive der Monopolkonzerne steht. Das hielten die Delegierten im Leitantrag fest, über den Hans-Peter Brenner sagte: „Wir haben eine Strategie formuliert, wie wir die Gesellschaft auf revolutionärem Weg verändern wollen – wer hat die schon? Aber dabei machen wir nicht Tabula Rasa, wir knüpfen an die bisherige Politik und Programmatik unserer Partei an.“

Mehrere Redner berichteten von den Kämpfen der Klinikbelegschaften für mehr Personal. Um zur Stärkung dieser und anderer gewerkschaftlicher Kämpfe beizutragen, beschlossen die Delegierten, die Arbeit in Branchengruppen zu verstärken. Neben der bereits bestehenden Branchengruppe „Gesundheit“, in der DKP-Mitglieder, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, Erfahrungen austauschen und Aktivitäten planen, beschloss der Parteitag auch die Bildung einer Branchengruppe für das Bildungs- und Erziehungswesen. Wera Richter schätzte ein: „Mit unseren Beschlüssen gehen wir kleine, aber wichtige Schritte, um die Arbeit der DKP in Betrieb und Gewerkschaft zu stärken.“ 90 Prozent der Delegierten ist Mitglied einer Gewerkschaft, knapp die Hälfte von ihnen hat Funktionen in Gewerkschaften, Betriebs- oder Personalräten.

Der kubanische Botschafter Ramón Rapoll richtete den Delegierten Grüße der Kommunistischen Partei Kubas aus. Ulrich Schneider betonte als Bundessprecher der VVN-BdA die Verbundenheit zwischen seiner Organisation und der DKP. Alice Bernard berichtete für die belgische Partei der Arbeit (PTB-PVDA) davon, dass ihre Partei in den letzten Jahren stark gewachsen ist und nun gefragt wird, ob sie nach der Parlamentswahl im kommenden Jahr in eine Regierung eintreten werde. Ihnen gehe es aber weder um Wählerstimmen noch um Ministerposten – „unser Ziel ist, den Kapitalismus zu zerschlagen und den Sozialismus aufzubauen. Wir werden das schaffen, weil wir Optimisten sind, weil wir Kommunisten sind.“ Außerdem verfolgten diplomatische Vertreter Chinas und Vietnams und Vertreter der Kommunistischen Partei Luxemburgs und der Neuen Kommunistischen Partei der Niederlande als Gäste die Debatte, der Vorsitzende der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), Jan Meier, und der Vorsitzende des Rotfuchs-Fördervereins Arnold Schölzel hielten Grußworte.

 

Frankfurt a.M., 04.03.2018

Weitere Informationen, Referate und Dokumente zum Parteitag der DKP finden Sie unter news.dkp.de.