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Achim Bigus


Ich fand in meiner Schulzeit in den frühen siebziger Jahren zu linker Politik und zum Marxismus, über Aktionen gegen Vietnamkrieg, Wehrkunde an Schulen, den Putsch in Chile und die neofaschistische NPD. Zur Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) kam ich erst 1994 auf Umwegen.

Seit meiner Ausbildung zum Werkzeugmacher beim Autozulieferer Karmann ab 1976 bin ich in der IG Metall und setze mich in verschiedenen Betriebs- und Gewerkschaftsfunktionen für die Interessen der Beschäftigten ein. Nach der Karmann-Insolvenz und Übernahme meiner Abteilung durch Volkswagen Osnabrück wählten mich dort die IG-Metall-Vertrauensleute 2012 und 2016 zu ihrem Vertrauenskörperleiter.

Die neoliberale Politik der EU opfert zum Beispiel in Griechenland Tarifverträge, Renten und Sozialversicherungen dem Diktat der „Troika“. Dies trifft in letzter Konsequenz auch uns in Deutschland. Ich kandidiere auf Platz 5 der DKP-Liste zur EU-Wahl, um dieser Politik die Interessen der Arbeitenden in Europa entgegenzusetzen.

Konferenz zum Umgang mit der DDR-Literatur nach 1990

Dem Anschluss der DDR an die BRD folgte die Vernichtung von Kunstwerken und Büchern. Tausende von Gemälden, Skulpturen, Reliefs und Wandbildern wurden zerstört, in Ausstellungen mit den Hervorbringungen des Faschismus gleichgesetzt, zugleich aber auch von reichen Sammlern aufgekauft.

Noch verheerender als der Bildersturm wirkte sich die Kulturbarbarei in der Literatur aus. Ungezählte Bibliotheken in Betrieben und Gemeinden der DDR wurden aufgelöst, Millionen Bücher wanderten auf den Müll. In privaten Initiativen wurde versucht, zu retten, was zu retten war.

Parallel zur Büchervernichtung wandten sich ganze Heerscharen westdeutscher Feuilletonredakteure, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller gegen ihre Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland. Auch hier gab es stets andere Stimmen und Verlage, die mit ihren Autorinnen und Autoren weiterarbeiteten.

Was hat sich seit 1990 an dieser Situation geändert? Manches deutet darauf hin, dass der kulturelle Graben zwischen Ost und West breiter wird. Den Ursachen dafür will die Tagung im 30. Jahr nach der Grenzöffnung nachgehen. Die Literaturwissenschaftlerin Sabine Kebir spricht über die Erfahrungen der Schriftstellerin Elfriede Brüning (1910-2014),  der Literaturwissenschaftler Matthias Oehme legt seine Erfahrungen als Verleger von DDR-Literatur nach 1990 dar, der  Literaturwissenschaftler Kai Köhler  befasst sich mit der Darstellung von DDR-Literatur in Lexika und Nachschlagewerken seit 1990, der Philosoph und Journalist Arnold Schölzel spricht zum Thema „Große Unbekannte und geheimes Wunschbild. Die DDR-Kultur im bundesdeutschen Rückblick“,  der Schrifsteller Norbert Marohn  fasst seine Erfahrungen unter dem Thema „Die Angst vorm andern. Literarische Versuche in vier Jahrzehnten DDR“ zusammen.

Samstag 22. Juni 2019

Villa Davignon, Friedrich-Ebert-Straße 77, Leipzig

10:00 Uhr  - 17:00  Uhr

Anmeldemöglichkeit: marx-engels-stiftung@t-online.de

Veranstalter: Marx-Engels- Stiftung &  Rotfuchs Förderverein

Am 26. Mai 2019 finden die Wahlen zum EU-Parlament statt. Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) kandidiert mit einer 37-köpfigen Liste, angeführt vom Hamburger Gewerkschafter Olaf Harms. Unter dem Motto „Gegen das EU-Europa der Banken, Konzerne und Kriegstreiber. Für ein soziales und friedliches Europa der Völker“ wollen die Kommunistinnen und Kommunisten antreten, um den „Menschen eine fortschrittliche Antwort auf ihre berechtigten Ängste anzubieten“, wie der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele schreibt.

Wir haben zum Thema ein ausführliches Special ausgearbeitet und stellen es auf unserer Internetseite www.dkp-halle.de zur Verfügung und erklären Euch unseren Standpunkt, das Wahlprogramm, die Kandidaten und das Endergebnis.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, folgt unserem Direktlink:

http://dkp-halle.bplaced.net/dkp/wordpress/eu-wahl-2019/

Die DKP sagt Nein zur EU, denn sie steht für Krieg und Hochrüstung. Der Kampf gegen die EU ist ein Friedenskampf. „Eine Lehre aus der Friedensbewegung der 80er Jahre kann und muss hier sein, dass sich ihre Stärke potenzierte, als es gelang, die Bewegung in den Betrieben zu verankern und betriebliche Friedensaktionen zu initiieren“ so Köbele.
Die EU steht darüber hinaus für Flucht, Ausbeutung und Armut. „Die EU war zu keiner Zeit ein Projekt des Friedens und des sozialen Zusammenhalts. Die ‚Europäische Einigung‘ war von Beginn an ein zutiefst reaktionäres Projekt als Bollwerk gegen den Sozialismus.

Im Gegensatz auch zu manchem Politiker der Partei ‚Die Linke‘ halten die Kommunistinnen und Kommunisten die EU nicht für reformierbar. Sie muss überwunden werden“ sagt die DKP in ihrem Wahlprogramm. An das Programm angehängt sind die Sofortforderungen „Für Frieden, Arbeit, Solidarität!“, die umsetzbar und finanzierbar sind, ohne dass bereits der Kapitalismus beseitigt ist. Darin fordern die Kommunistinnen und Kommunisten beispielsweise, die Rüstungsausgaben um 20 Prozent zu kürzen, und eine Millionärssteuer, um öffentliche Investitionen in den Wohnungsbau, Schulen, Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser zu ermöglichen. „Die deutsche ‚Exportwalze‘ presst andere Länder in- und außerhalb der EU aus. Wenn wir solche Forderungen durchsetzen, erschweren wir diesen Kurs.“

Köbele sagt, „Wir bieten den Friedenskräften, denen, die wollen, dass auch in Deutschland ‚Französisch gesprochen‘ wird, denen, die Fluchtursachen statt Flüchtlinge bekämpfen wollen, denen, die Ausbeutung und Armut national und international bekämpfen wollen, eine reale Wahlmöglichkeit:

"Am 26. Mai – DKP wählen.“